Beiträge
Hier finden Sie Aussagen unserer Ehrenamtlichen über die Tätigkeit beim Ökumenischen Hospizdienst Leichlingen und darunter sorgfältig ausgewählte Beiträge, Texte und Bilder. In den Filmbeiträgen erfahren Sie etwas über die Arbeit des Ökumenischen Hospizdienst und wie Sie uns unterstützen können.
Mit unseren Texten zu Trauer oder Verlust möchten wir Sie „liebevoll berühren“ und Ihnen zeigen, dass Sie mit diesem tiefen Schmerz in der Trauer nach dem Verlust eines geliebten Menschen nicht allein sind.
Begleiten im Sterben ist Begleiten im Leben…. Genau das ist es, was wir als Sterbebegleiter*innen lernen und schätzen. Das ist es, was wir teilen möchten mit den Menschen, die sich für ein Ehrenamt in diesem Dienst am Menschen interessieren. Das letzte Stück Lebensweg eines Menschen gestaltet sich sehr unterschiedlich. Zufrieden, satt und bewusst dem Ende und Beginn entgegensehen kann eine Haltung sein. Einen Menschen in diesem Zustand zu begleiten kann bedeuten, dass intensive Gespräche stattfinden, bewusst kleine Pläne umgesetzt, kleine Wünsche erfüllt werden.
Sterben und Tod gehören genauso zum Leben wie Geburt. Sie aus der Tabuzone herauszuholen halte ich für sehr wichtig, daher auch Hospizdienste für notwendig und wertvoll. Es gibt zu viele Menschen, die damit allein sind. Das Ehrenamt ist oft bedrückend, gibt aber auch viel zurück. Besonders hilfreich ist die fürsorgliche Betreuung seitens der Koordinatorinnen und in der Gemeinschaft.
Indem ich meinen Blick weg von mir selbst und auf andere richte, werde ich durch mein Geben selbst reich beschenkt und ich erlebe wie kostbar geteilte Zeit ist.
Anfang März habe ich Frau X. kennengelernt. Ich begegnete einer starken Frau, die fest in ihrem Glauben verwurzelt war. Sie berichtete mir, dass Gott und Jesus sie ihr Leben lang begleitet haben, in guten wie in schweren Zeiten. Für sie war es wichtig, einen Partner zu finden, mit dem sie ihren Glauben teilen konnte. Frau X. hatte ihn in ihrer Gemeinde gefunden. Sie waren über 50 Jahre verheiratet und mehrfache Urgroßeltern.
Frau X. wußte, dass sie nicht mehr lange zu leben hat.
Bei meinem nächsten Besuch war ich vorbereitet. Ich brachte das Buch mit „Ich geb´ dir einen Engel mit…“ und fragte sie, ob ich ihr eine Geschichte vorlesen soll. Sie antwortete: „Lesen sehr gerne, aber bitte aus der Bibel und ich möchte die Passionsgeschichte hören.“ Ich habe ab diesem Tag bei jedem Besuch die Passionsgeschichte vorgelesen. Es war berührend, wie aufmerksam sie zuhörte und einige Sätze mitsprach. Über die Passionsgeschichte sind wir gut ins Gespräch gekommen über das Leben und das Sterben.
Sie war bereit zu gehen und das im Bewusstsein, „nach Hause“ zu kommen. Sie hatte sich sehr gewünscht, in der Zeit um Ostern zu sterben.
Frau X. ist im Mai 2020 friedlich eingeschlafen. Sie hat mir den Einstieg in die Hospizarbeit leicht gemacht. Ich bin sehr dankbar für diese Begegnung.
Wo ist, oh, Tod dein Sieg?
Wo ist, oh, Tod dein Stachel?
(1. Kor. 15.55)
Ich bin die Auferstehung und das Leben; Wer an mich glaubt, wird leben, auch, wenn er stirbt.
(Joh. 11,25)
Seit 9 Jahren bin ich als ehrenamtlicher Mitarbeiter im Ökumenischen Hospizdienst Leichlingen tätig. Die Begleitungen während dieser Zeit mit ihren Höhen und Tiefen sind für mich persönlich intensiv bereichernd. Ein ganz entscheidender Faktor innerhalb der Zeit mit den sich mir anvertrauenden Menschen spielt dabei mein Glaube an die Frohe Botschaft der Bibel (s.o.). Hierin ist die Auferstehung Jesu Christi die zentrale Aussage, die mir die lebendige Hoffnung gibt über den Tod hinaus!
Es ist mir wichtig diesem Bekenntnis im Alltäglichen wie auch in der Hospizarbeit Ausdruck zu verleihen. Diese Hoffnung auf ein Leben danach möchte ich den Menschen mit deren Einverständnis bekannt machen. Dies kann im Gespräch, der offenen und stillen Fürbitte geschehen, es wird keinerlei Druck ausgeübt.
So durfte ich bei meiner letzten Begleitung für einen Atheisten an seinem Krankenbett beten.
Filmbeiträge
Christine Schwung (Koordinatorin des Ökumenischen Hospizdienst Leichlingen) im Gespräch mit Christoph Meyer zu Berstenhorst (Leiter Palli Lev in Leverkusen)
Britta Pallenschat im Gespräch mit Hr. Christoph Meyer zu Berstenhorst (Leiter Palli Lev in Leverkusen). Wir danken Britta Pallenschat ganz herzlich für den Beitrag über die Begleitung Ihrer Mutter.
In der Trauer hilft nur trauern.
Wir möchten Ihnen wieder Mut und Hoffnung geben...auf LEBEN. AUF IHR LEBEN- SO WIE ES JETZT IST. Gibt es ein Danach für uns Lebende? Ein JA zum Leben nach dem Verlust eines über alles geliebten Menschen? Trauer ist eine tiefe, schmerzende Wunde, es fühlt sich nach dem...
Zitate & Sprüche
Denn erst wenn du zum Retter…
Denn erst wenn du zum Retter, zu einer Hilfe für eine Seele wirst, die keine Hoffnung mehr hat, die vom Weg abgekommen ist, verstehst du den Gott im Inneren, den Gott im Äußeren, ganz und gar. Edgar Cayce
Fürchte Dich nicht
Schick mir keinen Engel, der alle Dunkelheit bannt, aber einen der mir ein Licht anzündet. Schick mir keinen Engel, der alle Antworten kennt, aber einen der mit mir die Fragen aushält. Schick mir keinen Engel, der allen Schmerz wegzaubert, aber einen der mit mir...
Achte gut auf diesen Tag
denn er ist das Leben – das Leben allen Lebens. In seinem kurzen Ablauf liegt alle seine Wirklichkeit und Wahrheit des Daseins, die Wonne des Wachsens, die Größe der Tat, die Herrlichkeit der Kraft. Denn das Gestern ist nichts als ein Traum und das Morgen nur eine...
Trauer ist kein ferner Ort
Trauer ist kein ferner Ort hinter den Schatten, kein leises Gift, das jeder einsam trinken muss. Sie ist die Wunde, die in allen Menschen offen bleibt, und an der Grenze unseres Vermögens ist sie die Frage nach Gefährtenschaft. Aus dem Trost und Trauerbuch von...
Ich denke sehr an dich.
Ich denke an die Stunde, als wir, es ist schon einige Tag her, am offenen Grab standen und vom Liebsten, das du hattest, Abschied nahmen. Seither geht mir manches durch Kopf und Herz, das ich damals nicht gesagt habe, weil ohnehin alles zu viel war. Nun wird es...
Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe,
diese drei; aber die Liebe ist
die größte unter ihnen.
1 Korinther 13,13
WIR SIND FÜR SIE DA!
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